3 Schritte, um zufrieden mit deinen Entscheidungen zu sein.

Entscheidungen treffen ist gar nicht so leicht, denn du kennst sicherlich den Satz: „Wer A sagt, muss auch B sagen!“ Das bedeutet ja soviel wie: „Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, dann lebe mit den entsprechenden Konsequenzen!“ In meiner Beobachtung ist es eine Volkskrankheit, dass viele Menschen genau dies nicht „können!“ Immer wieder erlebe ich, dass Klienten oder Menschen mit denen ich privat spreche, Entscheidungen treffen, dann aber nicht die Konsequenzen ertragen wollen. Sie fangen an zu quengeln. Das spannende daran ist, die Meisten von ihnen glauben jedoch über sich selber, dass sie genau dies nicht tun. Sprich, sie merken gar nicht das sie „quengeln.“

Treffe  Entscheidungen ohne zu quengeln.

Vor kurzen war ich für ein Seminar gebucht, in dem die Teilnehmer lernen wollten, in drastischen Konfliktsituationen klare Grenzen zu setzen und eben stark mit der Situation umzugehen. Am Anfang dieses Seminars brachte ich die These vor, dass es in solchen Situationen vor allem darum geht, klare Prioritäten zu haben. Alle Teilnehmer nickten und vermittelten mir, verbal und nonverbal, dass sie dies genau so sehen. Im Laufe des Seminars kam die Frage auf, was man den tun könne, wenn man auf dem Weg zur Arbeit immer wieder durch eine Gegend laufen müsse, in der es von krummen Gestalten nur so wimmelt. Die Dame wollte eine Lösung dafür hören, wie sie mit diesen umgehen könne. Es stellte sich heraus, dass sie schon einige Male bedrängt wurde. Ich fragte die Dame, ob es einen anderen Weg geben würde, was sie bejahte. Meine Empfehlung war, dass sie dann doch diesen nehmen könne. Ihre Antwort: „Aber der ist 20min länger!“ Worauf die Gruppe hörbar signalisierte, dass es ja „utopisch“ wäre, 20min eher loszugehen. Du merkst, dass mit den Entscheidungen ist im Alltag eben doch nicht so leicht und klar umzusetzen, wie am Schreibtisch. Wir wollen zwar diese Typen in der Gegend vermeiden, aber 20min eher los? Nein, dass geht gar nicht! Wir wollen zwar 10 KG abnehmen, aber dafür auf den täglichen Kuchen verzichten? Nein, dass dann doch nicht. Wir wollen mehr Zeit für die Familie, aber dafür im Job kürzer treten? Nein, dann wird das ja nichts mit der Karriere.

3 Schritte, um zufrieden mit deinen Entscheidungen zu sein.

Doch um im Beispiel der Frau zu bleiben. Beides zu bekommen ist eben nur schwer möglich. Sicherheit und länger Schlafen. Zumindest in diesem Fall. Sie wird nun also eine Entscheidung treffen müssen. Und je nachdem wie sie sich entscheidet, wird sie auf die eine oder die andere Sache verzichten müssen. That´s life. Meine Frage an dich: „Was bringt es uns Menschen, in diesem Moment zu quengeln?“ Nichts. Es macht die Situation nicht besser oder erträglicher. Daher möchte ich dir hier 3 Wege nennen, wie du es schaffst zufriedener mit deinen Entscheidungen zu sein.

  1. Frage dich, was dir wichtiger ist.

Sicherheit oder Schlaf? Fitness oder Netflix schauen? Familie oder Karriere? Sport oder deine Kinder? Denn wenn du dir diese Frage sehr klar stellst, dann erkennst du, woran dein Herz hängt. Und diese Frage muss ja in vielen Fällen gar nicht übereilt beantwortet werden. Lass dir, wenn es passt, ruhig auch etwas Zeit mit deiner Antwort. Am Ende geht es hier ein wenig darum, auf dein Herz zu hören. Das ist etwas, dass  ich gerade jüngeren Teilnehmern und Klienten gerne sage. Doch dabei sollten wir unseren Verstand nicht außen vor lassen. Wenn wir immer nur auf unser Bauchgefühl hören, dann kann das auch nach hinten losgehen. Mein Bauchgefühl sagt mir nämlich öfter mal, dass Sport heute keine gute Option ist. Würde ich dann immer nur auf mein Gefühl hören, würde ich meinen Körper und meine Gesundheit voraussichtlich vernachlässigen. Also schalte ich auch meinen Verstand ein und hinterfrage ein Gefühl. Ich wäge ab und überlege, was ist langfristig gut für mich? Und dann treffe ich bewusst eine Entscheidung. Wie beim Schachspielen. Und ja, dann kann es sein, dass du trotzdem mal etwas unzufrieden bist mit den Konsequenzen deiner Handlung, aber dann führe Schritt 2 aus.

  1. Führe dir vor Augen, dass du deine Entscheidung mit Bedacht und bestem Gewissen getroffen hast.

Wenn du also doch mal unzufrieden sein solltest, dann führe dir direkt vor Augen, dass du diese bewusst getroffen hast, weil du glaubst, dass sie dir am meisten bringt. Führe dir vor Augen, dass du dir entsprechend Gedanken dazu gemacht hast und erinnere dich daran, warum du dich entschieden hast, wie du es getan hast. Und danach führe sofort den nächsten Schritt durch.

  1. Fokussiere dich auf das was du bekommst, nicht was du verlierst.

Nun der letzte und wichtigste Schritt. Ja du hast durch deine Entscheidung vielleicht etwas „verloren.“ Aber du hast auch etwas bekommen. Du entscheidest, worauf du dich fokussierst. Wenn du also wieder anfängst zu quengeln, da deine Entscheidung dazu führt, dass du von einer Sache weniger hast, dann halte das innere Stoppschild hoch und führe dir bewusst vor Augen, was du stattdessen bekommst. Und das ist kein automatischer, sondern ein bewusster Prozess, denn du startest. Nimm die Dame aus dem Beispiel. Sie fängt vielleicht irgendwann an zu quengeln, da sie 20min eher aufstehen muss. Nun kann sie sich natürlich in die Abwärtsspirale ihrer Gedanken begeben und sich bemitleiden. Oder aber, sie fokussiert sich darauf, dass sie gleich entspannt und sicher zur Arbeit kommt, mit einem Gefühl von Freiheit. Das wird die Situation massiv verändern und du wirst deutlich zufriedener sein.

Wenn du andere Tipps hast oder du andere Wege nutzt, um in deinem Leben weniger zu quengeln, dann schreib es bitte in die Kommentare und ergänze den Artikel damit.

Wenn du noch mehr dazu erfahren möchtes, höre in die dazu passende Podcast Episode:

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Titelbild: © yenneris / Fotolia.com

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