Potentiale vs. Ressourcen. Was wirklich in uns steckt, ist nicht immer verborgen.

Du erfährst in diesem Artikel, ob es überhaupt einen Unterschied zwischen inneren Ressourcen und persönlichen Potentialen gibt und warum diese Begriffe sich eher ergänzen als unterscheiden. Weiterhin liest du, dass mehr in uns steckt als wir glauben, dies aber oft gar nicht so verborgen ist, wie es scheint.

Der Vergleich eines Kindes aus´m Pott!

Während ich das „Manifest der Potentialentfaltung“ schrieb, hatte ich den Anspruch, das Thema wirklich knackig auf den Punkt zu bringen. Keine ewigen Texte, sondern eher eine Mischung aus Text, Bild, Grafik, sodass es ein Buch wird, dass man immer wieder in die Hand nimmt, um darin zu schmökern. Im Rahmen dessen, beschäftigte ich mich nochmal ausgiebig mit den beiden Begrifflichkeiten der Überschrift. Potentiale und Ressourcen. In den letzten Jahren und vermehrt in den letzten Wochen, bin ich mit folgenden Auffassungen konfrontiert worden. Ressourcen, das sind Dinge von denen wir wissen und auf die wir zugreifen können. Wogegen Potentiale Dinge sind, von denen wir aktuell noch nichts wissen oder die wir nicht mehr erinnern. Demnach wären meine Ressourcen, meine Stärken und Fähigkeiten, die mir bewusst sind und die ich somit nutzen könnte. Potentiale hingegen wären dann all jene Stärken, Fähigkeiten, etc. die mir gar nicht bewusst sind und die ich somit aktuell auch nicht nutzen könnte, selbst wenn ich wollte. Als ein Kind des Ruhrgebietes, ist für mich daher folgender Vergleich die logische Schlussfolgerung. Ressourcen sind wie Kohle, von der ich weiß und die ich willentlich nach oben befördern kann. Potentiale sind eine Energiequelle, von der ich aktuell gar keine Kenntnis habe. Oder, anderes Beispiel, die Möglichkeiten eine Zeche nach Stilllegung zu nutzen. In diesem Ort ist quasi Potential vorhanden, von dem man zu der Zeit, in der die Kumpel unter Tage malocht haben, nichts geahnt hat. So zumindest kann man zwischen den Beiden Begriffen unterscheiden. Und ich könnte damit auch ganz gut leben. Doch es gibt ein Aber.

Lernbereitschaft, Ressourcen nutzen und Potentialentfaltung gehören untrennbar zusammen.

Als Potentialcoach und somit Potential-Entfalter, sehe ich diese Trennung doch teilweise etwas anders. Ja, es gibt Fähigkeiten, Stärken, von denen viele Menschen gar nicht ahnen, dass sie diese haben. Diese unbewussten Potentiale gilt es natürlich zu entfalten. (wie die Nutzung der Zeche, zum Beispiel als Eventlocation nach Stilllegung) Doch ein anderer Bereich meiner Arbeit ist folgender. Viele Menschen kennen ihre Stärken, wissen z. B. um ihre Kreativität, nutzen diese aber nicht, da sie zum Beispiel im ritualisierten Alltag „gefangen“ sind. Heißt, diese Personen haben eine Ressource, von der sie eigentlich auch wissen, doch sie greifen nicht darauf zurück oder ihre Umgebung macht es ihnen schwer. Das wäre wie eine Zeche, die funktionsfähig ist, wo auch klar ist, dass hier Kohle gefördert werden könnte, aber die Kumpel im Förderkorb sitzend Karten spielen. Hier wäre also im Bereich der Ressourcennutzung Potential nach oben. Somit denke ich, kann man den Begriff Potential nicht zwangsläufig, von dem Begriff der Ressourcen trennen. Potentialentfaltung ist mehr als nur rauszufinden, was noch in mir steckt. Sondern es ist ein Prozess, in dem ich z. B. auch lerne, all das wirklich zu nutzen, was ich schon weiß. Oder aber der Prozess, in dem ich neues lerne. Lernbereitschaft und Potentialentfaltung gehören für mich untrennbar zusammen. Und damit meine ich nicht nur das Lernen von Neuem, sondern das „mich besser kennen lernen“ und das Lernen „konkret und bewusst zu handeln.“

Angewandtes Wissen ist Macht.

Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Es gibt Menschen, die haben enorme Fähigkeiten auf einem Gebiet. Sportler zum Beispiel. Man kann sagen, die nutzen ihr Potential. Doch auch diese haben oft noch Potential für mehr. Damit will ich nicht sagen, dass man immer mehr können muss. Jeder sollte für sich entscheiden, wann er zufrieden ist. Ich werte das nicht. Möchte aber festhalten, dass Potentiale nicht immer die Dinge sind, von denen Menschen gar nichts wissen. Wie erwähnt, ein Teil meiner Arbeit besteht daraus, Menschen dabei zu begleiten, zu erkennen, was alles in ihnen steckt. Also verborgenes zu Tage zu fördern. Doch genauso begleite ich Menschen, die genau wissen was sie können, dabei, dies noch bewusster abzurufen und zu nutzen. Denn Potentialentfaltung ist für mich, nicht nur zu wissen, was ich kann, sondern es auch zu nutzen. Einstein sagte einmal: „Wissen ist Macht.“ Ich denke, „angewandtes Wissen ist mächtiger.“

Beitragsbild: (c) Petair/ Fotolia.com

Mein Geschenk für dich!

Melde dich an und ich schenke dir mein Buch

Ich halte mich an den Datenschutz.

Kommentiere diesen Artikel.