Warum du dir erlauben solltest, Fehler zu machen.

Du erfährst in diesem Artikel, warum Fehler machen, aus naturwissenschaftlicher Sicht, wichtig für menschliche Entwicklung ist.

Vielleicht kommt es dir bekannt vor. Traust du dich etwas Neues anzupacken, was andere vielleicht eher meiden, wirst du belächelt. Wenn du es dann geschafft hast, bist du der Held. Im besten Fall zumindest. Wenn du es jedoch nicht zum Erfolg führst, wussten natürlich alle im Vorfeld, dass es eh eine wahnwitzige Idee war. Man darf vorerst im Hohn baden. Plitsch, platsch.

Fehler vermeiden ist erlernt.  

Ich weiß, dass das nicht immer so ist. Es gibt andere Beispiele. Zum Glück. Und am Ende sind es auch nur Verallgemeinerungen, die ich da niedergeschrieben habe. Aber ich muss zugeben, ich selber habe es schon öfter in meiner Zeit als Selbstständiger erlebt und musste gerade in der ersten Zeit, um 2008 herum, daran arbeiten, mich im positiven Sinne davon abzugrenzen. Heutzutage habe ich immer wieder Klienten, die mit solchen Erfahrungen „kämpfen.“ Damit meine ich, dass sie in ihrem Leben gelernt haben, dass Fehler machen etwas schlimmes ist. In der Kindheit waren sie nicht gerne gesehen, in der Schule ständig präsent und im Erwachsenenalter kamen dann oft noch solche Situationen, wie eingangs erwähnt dazu. Ihnen ist es dadurch nicht möglich ihr Potential zu entfalten, da sie Angst vor einer entscheidenden Sache haben. Neues zu versuchen.

Trial and Error 

Wir Menschen lernen unter Anderem dadurch, dass wir etwas versuchen und dann entweder Erfolg oder Misserfolg haben und daraus Schlussfolgerungen ziehen können. Das Ganze wurde 1898 bereits vom Edward Lee Thorndike, einem US-amerikanischem Psychologen, in seiner behavioristischen Lerntheorie, dem „Lernen am Erfolg“ oder auch „Lernen durch Versuch und Irrtum“ genannt, auf Basis der Naturwissenschaften dargestellt. Mit „Lernen am Erfolg“ sind Lernprozess gemeint, in deren Verlauf ein zufällig erfolgreiches Verhalten beibehalten wird, während erfolgloses Verhalten allmählich abnimmt und schließlich gar nicht mehr gezeigt wird. Wir lernen also dadurch, dass wir probieren und am eigenen Leib erleben, was uns zum Erfolg führt.

Ohne Versuch, keine Veränderung.  

Wenn wir Menschen nun aber aus Angst davor Fehler zu machen, nicht ins Handeln kommen, werden wir uns nur schwer verändern können. Denn unsere Erfahrungen prägen uns. Und wenn ich die Erfahrung mache, dass es sich gut anfühlt, neue Dinge zu vermeiden, da ich ja einen Fehler machen könnte, dann habe ich auf paradoxerweise Erfolg damit, dass zu tun, was ich eigentlich besser nicht machen sollte. Nämlich neues zu vermeiden. Zumindest dann nicht, wenn ich mein Potential entfalten will und mein Ziele wirklich erreichen möchte.

Potentialentfaltung durch Mut zum Fehler.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir unsere Potentiale dann entfalten können, wenn wir glauben, Fehler seien ein Teil des Lebens, der dazu führt, dass wir uns entwickeln und wachsen können. Ich bin der Meinung, das man gewissenhaft planen und mit wachem Verstand an Dinge rangehen sollte. Aber trotzdem kann es Rückschläge geben. Und die kann ich jetzt als den bösen Fehler bewerten, so wie ich es vielleicht gelernt habe oder sie als Rückmeldungen bewerten, die zum Wachstum dazu gehören. Potentialentfaltung bedeutet auch, den Mut wiederzuerwecken mal daneben zu liegen.

Man kann diesen Mut lernen. 

Dies ist ein wichtiger Teil in meinen Seminaren oder Coachings. Durch meine verschiedenen Methoden, wie beispielsweise der von mir entwickelten QUEST, sorge ich dafür, dass meine Teilnehmer die Situationen anders bewerten können, ihre eigenen Vorannahmen und Gedanken hinterfragen und verändern können, um wieder mutig ins Handeln zu kommen. Denn darum geht es am Ende. Mutig und mit Leichtigkeit ins Handeln kommen. Und auch die Personen die aktuell Angst davor haben, haben genau diese Fähigkeit bereits in sich. Sonst hätten sie nicht Sprechen oder Laufen gelernt. Als Kinder konnten wir super mit Fehlern umgehen und haben täglich mutig und unbeschwert Neues probiert. Ein Teil meiner Arbeit ist es, diese Fähigkeiten, dieses Potential, wieder ans Tageslicht zu bringen.

Beitragsbild: (c) Wortinspektor.com  / pixelio.de

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