Wenn du diese Methode benutzt, wirst du deine Ziele erreichen.

In diesem Artikel lernst du, wie du deine Ziele mithilfe der P.E.E.K. Methode© zufriedener und stressfreier erreichst. Lesezeit ca. 5.30 min.

P.E.E.K. Ziele©. Was ist das?

P.E.E.K. steht für:

P – prozessorientiert
E – emotional
E – eigenverantwortlich
K – konkret

Was es damit auf sich hat, erläutere ich dir gleich. Lass uns vorher aber mit einem Dogma brechen. Ziele sollten SMART formuliert sein. Echt? Sollten sie? Ich höre es immer wieder und es ist im Grunde natürlich auch in Ordnung, wenn jemand Ziele, nach der besagten SMART Formel formuliert. Alles cool. Doch aus meiner Sicht gibt es etwas Besseres. Dazu gleich mehr.
Damit diejenigen Leser, die möglicherweise nicht so tief im Thema drin sind, ebenfalls einen Überblick bekommen, hier eine kleine Zusammenfasung.

Das DOGMA: Formuliere Ziele SMART.

SMART steht für:

S – spezifisch
M – messbar
A – aktionsorientiert, attraktiv
R – realistisch
T – terminiert

Spezifisch
Ein Ziel sollte also spezifisch, sprich präzise formuliert sein. Oftmals sind wir bei unseren Zielen vage. Wir sagen z. B.: „Ich will entspannter werden!“ Aber was ist das eigentlich, dieses „entspannter?“ Statt „ich will entspannter werden“, wäre möglicherweise „ich nehme mir morgens Zeit für eine Meditation“ sinnvoller.

Messbar
Damit wir prüfen können, ob wir unser Ziel erreicht haben, muss es messbar sein. Beim Thema Gewichtreduktion wäre daher besser „ich nehme 2KG ab“, als „ich will abnehmen.“ Denn auch jemand der 0,1 g weniger wiegt, hat objektiv betrachtet „abgenommen.“

Aktionsorientiert, attraktiv
Das Ziel sollte positiv und aktionsorientiert formuliert werden. Nach dem SMART Modell sollten wir unsere Ziele also dahingehend überprüfen, ob sie attraktiv für uns und entsprechend aktionsorientert sind. Statt „ich werde entspannter“, wäre also zu überlegen, wie ich entspannter werden möchte. Wie im Eingangsbeispiel geschrieben. „Ich nehme mir jeden Morgen 10 min Zeit für eine Meditation, welche ich über die 7-Minds App über Kopfhörer laufen lasse!“

Realistisch
Ziele sollen ruhig hoch gesteckt sein, aber am Ende geht es bei SMART darum, zu sehen, ob sie realistisch sind. Das Ziel: „Ich nehme in einer Woche 20 KG ab“, würde also durch das SMART Raster fallen. Setzten 6.

Terminiert
Wann willst du dein Ziel erreicht haben? Anstatt zu sagen: „Ich nehme 2 Kilo ab, indem ich mir Sonntags mein Essen nach Plan vorkoche“, wäre es besser zu formulieren: „Ich nehme in einem Monat 2 Kilo ab, indem ich jeden Sonntag mein Essen nach dem Plan vorkoche, welchen ich mir bis zu 2.11. erarbeite.“ Wie sagte Leo B. Helzel so schön: „Ein Ziel ist ein Traum mit einer Deadline.“

Fazit: SMARTe Ziele sind toll und jeder der damit arbeitet, macht sehr vieles, sehr richtig. Denn er geht bewusst an die eigene Zielsetzung und somit Erreichung seiner eigenen Wünsche heran. Und das ist gut so. Doch ist SMART das „Ende der Fahnenstange?“ Definitiv nicht.

Cutting edge Zielformulierungen: Die P.E.E.K. Methode©

Woher kommt die sogenannte P.E.E.K. Methode? Sie kommt aus Deutschland, konkret aus Hamm/Westf., noch konkreter von einem jungen Mann, dem ich sehr nahe stehe – mir selber. Ich habe diese Methode im ersten Schritt für mich privat entwickelt, da ich mit der SMART Methode nicht hundertprozentig zufrieden war. Im Weiteren vermittelte ich die Methode dann meinen Klienten und Seminarteilnehmern, welche ebenfalls sehr glücklich damit sind.

P.E.E.K. steht wie einfangas geschreiben für:

P – prozessorientiert
E – emotional
E – eigenverantwortlich
K – konkret

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Rollen wir das Ganze von hinten auf.

Konkret
„Ich erreiche mein Wunschgewicht von 72 KG bis zum 2.04.2016 …“

Das kennst du nun bereits von SMARTen Zielen. Es ist auch in meiner Methode sehr entscheidend, dass du deine Ziele konkret beschreibst. Dabei ist bei mir das Messbar hier bereits inklusive. Denn etwas Konkretes ist meist auch messbar und andersrum. Es gilt also, genau zu sein. Wie sagt Dwayne Johnson immer so schön: „Focus!“

Eigenverantwortlich
„… indem ich mein Essen jeden Sonntag nach Plan vorkoche und die vorgekochten Lebensmittel exakt nach Plan einkaufe.“

In meiner Methode geht es darum, dass wir in der Formulierung bereits aufschreiben, was wir eigenverantwortlich für die Erreichung unserer Ziele tun werden. Ähnlich wie bei „Aktionsorientiert“ im SMART Modell. Es geht hier jedoch vor allem um die innere Haltung, dass niemand anderes für die Erreichung der eigenen Ziele verantwortlich ist, als man selber. Klar gibt es gewisse Umweltbedingungen. Ja, ein Team ist oft wichtig. Ja, es spielt mehr rein, als der eigene Wille. Aber am Ende müssen wir eben selber etwas dafür tun, dass wir erreichen, was wir uns vorstellen. Um im Bild zu bleiben: Auch ein Team fällt nicht vom Himmel. Und darum geht es. Bei der Formulierung der eigenen Ziele konkret überlegen, was du selber dafür tust, dass du diese erreichst. Damit bist du proaktiv. Yiha.

Emotional
„...werde mich gesünder und fitter fühlen.“  

Jetzt kommt der mächtige Gamechanger. Bei diesem Punkt geht es darum, dass du dich konkret fragst, wie du dich fühlen wirst, wenn du dein Ziel erreichst. Und hier reicht mir persönlich nicht, wenn ein Coachee oder Seminarteilnehmer sagt: „Gut!“ Ich will in die Tiefe. Welches Gefühl wirst du haben? Was versprichst du dir, von deinem Ziel? Denn es sind unsere Gefühle, welche uns ins Handeln bringen. Und oftmals ist die Erreichung von Zielen mit Schwierigkeiten verbunden. Es ist halt nicht immer alles easy, nur weil wir unsere Ziele toll aufschreiben oder uns coole Visionboards aufhängen. Wenn wir uns aber immer wieder auf die Emotionen fokussieren, für die wir das Ganze machen, bleiben wir im Handeln, auch wenn es mal hart wird. Die Emotion ist sozusagen der Leuchtturm, der dich auch im unruhigen Gewässer, bei dickem Nebel, auf Kurs hält. Dabei gehe ich noch einen Schritt weiter. Hinter jedem Gefühl stehen Bedürfnisse oder Werte die gestillt werden. Schaue also vorallem auch warum du tun willst, was du tun musst, um dein Ziel zu erreichen. Was ist ein Warum? Mein Warum ist es Menschen zu bestärken, sie zu inspirieren und zu begeistern. Wenn ich das erreiche, fühle ich mich zufrieden und frei. Mit Emotional meine ich also, dass du auch schaust, welche Werte und Bedürfnisse, welches Warum, hinter der Emotion steht.

Drei Zusatzpunkte:
1. An dieser Stelle sei dir nochmal mein Artikel zum Thema Fehler machen ans Herz gelegt. Denn wenn wir „scheitern“, ist es gut zu wissen, warum wir eigentlich angefangen haben.
2. Hör mal in den Podcast von Matthew Mockridge rein – Smart Entrepreneur Radio. In diesem interviewt er Unternehmer, Musiker, etc. und fragt diese nach Momenten, in denen etwas so gar nicht gelungen ist. Und jeder dieser erfolgreichen Menschen, hat genau solche Situationen, auf dem Weg zu seinen Zielen erlebt. Schwierigkeiten gehören zur Erreichung deiner Ziele dazu, also suche dir deine Leuchttürme. Die Band Boston wusste schon: „It´s more than a feeling!“
3. Denk immer daran, dass du nur jetzt lebst. Such dir Ziele und kämpfe dafür, mach dich aber nicht zum Sklaven deiner Ziele. Denn dann bist du oftmals im Hier und Jetzt unzufrieden, da du dein Ziel ja noch nicht erreicht hast. Ziele sind wichtig und gut, aber können schaden, wenn wir dadurch den Bezug zum Jetzt verlieren. Schau dir dazu gerne auch dieses Video an. >>> SINN UND UNSINN VON ZIELEN <<<

Prozessorientiert
„… achtsam und bewusst esse!“

Ein Ziel zu erreichen, ist ein Weg. Und bei diesem Punkt geht es um die Frage: „Wie willst du den Prozess (den Weg) erleben?“ Willst du auf dem Weg zu deinem Ziel „fokussiert wie ein Adler“, „diszipliniert wie ein Athlet“ oder „achtsam wie ein Mönch“ sein? Geh in den Prozess rein und schaue, wie du diesen erleben willst. Dieser Punkt ist aus meiner Sicht neben der Emotion (dein Leuchtturm) eigentlich fast das Wichtigste und fehlt bei SMART komplett. Denn wenn wir ehrlich sind, wäre es ja schön blöd, wenn wir in 20 Jahren ein tolles Ziel erreichen, auf dem Weg aber fast nur gelitten haben. Der Weg ist das Ziel, wusste bereits Konfuzius. Schau also bewusst hin, wie du den Weg gestalten willst. Alleine die Tatsache, dass man sich in dieser Methode mit dem Prozess befasst, ist ein unfassbarer Mehrwert, der das Thema Ziele für den Anwender massiv zum Positiven verändern kann. Oh yeah …

 

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Let´s face it.

Dann lass uns doch mal schauen, wie so ein P.E.E.K. Ziel klingen kann.

„Ich erreiche mein Wunschgewicht von 72 KG bis zum 2.04.2016 (konkret) und werde mich gesünder und fitter fühlen (emotional), indem ich mein Essen jeden Sonntag (eigenverantwortlich) diszipliniert (prozessorientiert) nach Plan vorkoche und die vorgekochten Lebensmittel exakt nach Plan (eigenverantwortlich) achtsam und bewusst (prozessorientiert) esse!“

Darin hast du alles was nötig ist, um Ziele zu erreichen. Es ist konkret und mit einem Gefühl verknüpft. Es ist eigenverantwortlich erreichbar und du bist dir darüber im Klaren, auf welche Art und Weise du dein Ziel erreichen willst. Knaller oder?

One Step further. Der Praxistipp.

Nun ist es natürlich so, dass du für manche Ziele, sehr viele eigenverantwortliche Schritte gehen musst. Diese alle in die Zielformulierung zu integrieren ist manchmal nicht möglich und vorallem auch nicht nötig. Daher hier ein konkreter Praxistipp, der nicht nur vieles vereinfacht, sondern gleichzeitig die Chance, dass du deine Ziele erreichst, drastisch erhöht. Trommelwirbel: Führe ein sogenanntes P.E.E.K. Journal©. Eine Art Zieltagebuch, in welchem du die P.E.E.K. Methode in kleine Schritte splittest und täglich konkret anwendest. Wie das funktioniert und aussieht, verrate ich dir in einem kostenlosen Audiotraining, mit gratis Vorlagen für dein Journal. Verpass das nicht. Gratis Audiotraining + Journalingvorlagen hier herunterladen.

Beitragsbild: © Thorsten Schier / Fotolia.com

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